07 Dezember, 2005

Literaturnobelpreis 2005 - Harold Pinter

Eins ist schon mal klar: Tony Blair wird nicht sehr amused sein, wenn er die Rede seines Landsmannes zu Ohren bekommt. Das er und Goerge W. Bush sich vor dem internationalen Strafgerichtshof verantworten sollen fordert der Intellektuelle. Da Pinter einräumen muss, dass Goerge intelligenterweise den internationalen Strafgerichtshof nicht anerkannt hat, liefert er nur die Adresse von Tony (Downing Street #10) zur Strafverfolgung. Für Goerge hat er sich etwas Schöneres ausgedacht. Für den Fall, dass Georges Redenschreiber mal Schwierigkeiten haben, hat er ihm eine geschrieben:

„Gott ist gut. Gott ist groß. Gott ist gut. Mein Gott ist gut. Bin Ladens Gott ist böse. Er ist ein böser Gott. Saddams Gott war böse, wenn er einen gehabt hätte. Er war ein Barbar. Wir sind keine Barbaren. Wir hacken Menschen nicht den Kopf ab. Wir glauben an die Freiheit. So wie Gott. Ich bin kein Barbar. Ich bin der demokratisch gewählte Anführer einer freiheitsliebenden Demokratie. Wir sind eine barmherzige Gesellschaft. Wir gewähren einen barmherzigen Tod auf dem elektrischen Stuhl und durch barmherzige Todesspritzen. Wir sind eine große Nation. Ich bin kein Diktator. Er ist einer. Ich bin kein Barbar. Er ist einer. Und er auch. Die alle da. Ich besitze moralische Autorität. Seht ihr diese Faust? Das ist meine moralische Autorität. Und vergesst das bloß nicht.“

© DIE NOBELSTIFTUNG 2005

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