29 Dezember, 2005

Das Imperium siegt

Ein weiterer glohrreicher Sieg des Imperii Romani (Lateiner vor falls der Genitiv nicht stimmt). Circa 2000 Jahre nach ihrer wirklichen Herrschaft stellen die Römer wieder Siegessäulen in Stuttgart auf.

21 Dezember, 2005

Frohe Weihnachten!

Volk der Könige und Prinzessinen, seid gegrüßt, demokratisch lebend in Deutschland. Überkommen sind die Prinzipien von Unterdrückung und Ausnutzung und wir können endlich schenken schenken schenken; unseren Lieben etwas gutes tun, und das ewige Fragen stellen sein lassen. Vom I-Pod bis zur Goldkette, vom Handy bis zum Diamanten, unser Konsumverhalten kennt keine Grenzen an Weihnachten.

"Im Kaufhaus wurde Last Christmas gespielt, jeder hallbwegs normal denkende Mensch müsste sich da doch irgemdwann 'ne Waffe packen und wild rumballern." anonymes Zitat.

Meine Weihnachtsgeschenke dieses Jahr:

  • Eine Jacke aus Finnland, in Finnland produziert.

  • Ein handgearbeiteter Traumfänger, von Navajos produziert zu normalen Konditionen vertrieben.
  • 16 Dezember, 2005

    In tiefster Trauer


    Am 15.12.2005 hat die Landesregierung Baden-Württembergs das neue LHG, trotz massiven Protesten verabschiedet. Zum Schutz des Landtags war ein Polizeiaufgebot von 400 schwer gerüsteten Beamten vor Ort.

    14 Dezember, 2005

    Willkommen im 21. Jahrhundert!

    Im Namen des dritten Jahrtausends: Wie kann es Expertenrunden zu angeblichen Marienerscheinungen in Marpingen geben?
    Die Experten der katholischen Kirche hätten festgestellt, dass nicht feststeht, ob die Marienerscheinungen aus den Jahren 1876 und 1999 übernatürlichen Charakters seien, so heisst es im erlassenen Dekret. Es scheint kaum möglich zu sein, dass Menschen im digitalen Zeitalter dazu fähig sind, sich ernsthaft Experten für Wunder und göttliche Erscheinungen zu nennen. Seit die Menschheit feststellen musste, dass die Erde rund ist und nicht von einem alten Mann mit Rauschebart gelenkt wird, der über uns im Himmel sitzt, haben wir einen langen Weg hinter uns gebracht. Die Evolutionstheorie machte irgendwann Genesis unnötig und die grausamen Realitäten der Aidsverbreitung sollten jedem halbwegs klar denkenden Menschen die mörderische Position des Vatikans vor Augen führen. Doch scheint es immer wieder so zu sein, dass die Menschen der Versuchung des guten Vaters im Himmel nicht wiederstehen können. Der Film "The Exorcism of Emily Rose"(Story) nutzt diese Versuchung dadurch, dass er auf seine Authentizität verweisst: Basierend auf einer wahren Begebenheit. Während der Recherche auf amerikanischen Film Foren stößt man immer wieder auf Fragen wie: "Is posession by the devil really possible?"("Ist es wirklich möglich vom Teufel besessen zu sein?") Unterschiedlichste Antworten folgen, von: Nein, nicht wenn du jeden Sonntag in die Kirche gehst; bis hin zu : "Ihr werdet alle im ewigen Fegefeuer brennen ihr Sünder". In Zeiten in denen in Afrika und Südamerika noch Menschen bei dem Versuch ihnen den Teufel auszutreiben getötet werden, ist es äusserst bedenklich mit einem Film den Anschein zu erwecken, dass es möglich sei vom Teufel besessen zu sein.
    Bedenkt man nun, dass eine der ersten Amtshandlungen von Papa Razi war, eine Studie in Auftrag zu geben, die die Evolutionstheorie widerlegen soll, so fühlt man sich an Zustände wie zu Galileis Zeiten erinnert.
    - Willkommen im 21. Jahrhundert!

    Update: Merke gerade, dass auf der verlinkten Seite ebenfalls hochinterressante Kommentare stehen... Ganz unten!

    Update: Hier ein schöner Artikel aus der Sueddeutschen, der sich mit Hexenverbrennungen heutzutage beschäftigt.

    Update: http://brightsblog.wordpress.com/2009/06/26/tod-durch-exorzismus/ ein Artikel der die Behauptung belebt das es Tote durch Exorzismus gibt.

    12 Dezember, 2005

    Braucht jemand nen Staubsauger?

    Nur 500 Euro, oder vieleicht nen Ventilator. Die Menschen auf dem Weihnachtsmarkt staunten nicht schlecht, als sie plötzlich vor Studenten standen, die ihre Staubsauger hinter sich herzogen und versuchten diese an den Mann zu bekommen. 500 Euro waren ihnen dann aber doch zuviel. Besinnlich wurde es als der Weihnachtschor kurzerhand einen neuen Text bekam.



    Leider hab ich ein paar Sekunden zu spät eingeschalten. Circa eine Strophe fehlt.

    11 Dezember, 2005

    Neue Url

    Bin jetzt erreichbar über www.gratianriter.de

    09 Dezember, 2005

    Weihnachtsmarkt und Bumm!

    Heute Morgen wurde es etwas heisser auf dem Weihnachtsmarkt, die Reste hat ihr Frontjournalist Gratian Riter abgelichtet ;-)















    Nachdem ein Protestkollege heute in diesem Stand hätte arbeiten sollen und dann doch nur vor den Überresten stand, habe ich erfahren, dass zwei Gasflaschen explodiert sind und vier Personen leicht verletzt wurden.















    Es berichtete,

    Gratian Riter (Schneller als die Zeitung)

    Tengo La Camisa Negra

    Ich nehme das schwarze Hemd; So der Titel des Sommerhits, der uns wohl allen noch in den Ohren klingt. Vor längerer Zeit kam mir die Idee diesen Song im Zuge der "Summer of Resistance" Zeit mit dem Protest zu verknüpfen. Die Bedeutung wäre in etwa diese hier gewesen:



    Es ist nun allerdings leider so, dass mein super Plan diesen Song als Schlachtruf zu missbrauchen von einer anderen Gruppierung aufgegriffen wurde. Durch die Identität dieser Gruppe wird mir leider klar, wie schlecht die Idee eigentlich ist fremdes Liedergut einem neuen Zweck zuzuführen. Die rechtsradikale Szene Italiens wandelt den Refraintext durch Auslassung des "g"(diesmal ohne .) aus dem Spanischen ins Italienische um. Die Schwarzhemden waren zu Zeiten Mousollinis sozusagen die italienische Gestapo und HJ in einem.
    Der eigentliche Text beschäftigt sich jedenfalls mit der Trauer über enttäuschte Liebe und spielt mit dem Bild der schwarzen Trauerkleidung, die traditionell auf Beerdigungen getragen wird.
    Zum Glück rennen jetzt nicht Protestler in der Gegend herum und singen, dass alles nur ein Spiel ist, sondern italienische Brutalos, die eine schmerzende Verletzung mit sich rum tragen. Das sich eine Liebesschnulze nicht wirklich als Marschmusik eignet, wäre mir glaube ich dann doch noch irgendwann aufgefallen.

    07 Dezember, 2005

    Literaturnobelpreis 2005 - Harold Pinter

    Eins ist schon mal klar: Tony Blair wird nicht sehr amused sein, wenn er die Rede seines Landsmannes zu Ohren bekommt. Das er und Goerge W. Bush sich vor dem internationalen Strafgerichtshof verantworten sollen fordert der Intellektuelle. Da Pinter einräumen muss, dass Goerge intelligenterweise den internationalen Strafgerichtshof nicht anerkannt hat, liefert er nur die Adresse von Tony (Downing Street #10) zur Strafverfolgung. Für Goerge hat er sich etwas Schöneres ausgedacht. Für den Fall, dass Georges Redenschreiber mal Schwierigkeiten haben, hat er ihm eine geschrieben:

    „Gott ist gut. Gott ist groß. Gott ist gut. Mein Gott ist gut. Bin Ladens Gott ist böse. Er ist ein böser Gott. Saddams Gott war böse, wenn er einen gehabt hätte. Er war ein Barbar. Wir sind keine Barbaren. Wir hacken Menschen nicht den Kopf ab. Wir glauben an die Freiheit. So wie Gott. Ich bin kein Barbar. Ich bin der demokratisch gewählte Anführer einer freiheitsliebenden Demokratie. Wir sind eine barmherzige Gesellschaft. Wir gewähren einen barmherzigen Tod auf dem elektrischen Stuhl und durch barmherzige Todesspritzen. Wir sind eine große Nation. Ich bin kein Diktator. Er ist einer. Ich bin kein Barbar. Er ist einer. Und er auch. Die alle da. Ich besitze moralische Autorität. Seht ihr diese Faust? Das ist meine moralische Autorität. Und vergesst das bloß nicht.“

    © DIE NOBELSTIFTUNG 2005

    06 Dezember, 2005

    Nikolaus


    Heute war der Nikolaus an der Uni und hat mir Geld gegeben, damit ich mir Studiengebühren leisten kann. Der hat mich aber voll reingelegt. Ist mir erst später aufgefallen, dass der orangene 500 Euro Schein nicht echt war. Und auf der Rückseite stand:

    Halt's Maul oder geh demonstrieren. 15.12.2005

    Schenkt der mir einfach Verantwortung. Ob ich damit wohl umgehen kann?

    05 Dezember, 2005

    Die hauen einfach Polizisten

    Bei einem Castortransport in Grippel (irgendwo im Wendland) kam es zu Handgreiflichkeiten. Soweit nichts Besonderes. Besonders allerdings, dass sowohl Opfer als auch Täter Polizisten waren.
    Bei dem Einsatz waren sowohl Polizisten aus Berlin, als auch Polizisten aus Niedersachsen vor Ort. Angeblich hatte ein niedersächsischer Polizist plötzlich die Faust eines Berliner Kollegens im Gesicht. Das zog dann wohl irgendwie seine Kreise, bis die Polizisten versuchten sich gegenseitig festzunehmen. Beherzte Demonstranten trennten die beiden Konfliktparteien schließlich.

    Quelle: BerlinOnline

    04 Dezember, 2005

    Vucciria - Palermo

    Ich gehe die Treppen hinunter, dann durch einen Korridor zwischen zwei halbverrotteten Hauswänden. Über mir eine militärgrüne Plane, die wohl einmal den Regen abhalten sollte. Rechts eine kleine Bar mit zwielichten Gestalten. Irgenwer hat ein altes Holzfaß als Tisch auf die Straße gestellt. Pfützenslalom; der Boden sieht aus, als hätte jemand mit kleinen Betonplatten versucht eine Patchworkdecke herzustellen. Auf dem Platz vor mir stehen 150-200 Menschen - Spektrum vom Punk bis zur High Heel Schickse - in Freiheit.Eine Müllabfuhr schaukelt heran, oder zumindest ein Vehikel, dass man mit Müll beladen kann. Die Männer springen raus und genehmigen sich erstmal einen Zibibbo. Zwei, drei wilde Hunde springen in der Gegend herum, stets darauf bedacht keinem Menschen in den Weg zu kommen.Ständig bahnen sich Vespas und Piaggios ihren Weg durch die Menge. Ein Rosenverkäufer versucht sein Glück bei uns. Er hat Pech gehabt; heute nicht.Es werden Drogen umgeschlagen. Die Vucciria ist Nachts einer der Orte, an die die Polizei nicht geht.Tagsüber allerdings, sind die Läden der Spelunken geschlossen und die Läden der Fischhändler ringsum und die Stände auf dem Platz geöffnet. Aber bis zum Morgengrauen ist ja noch viel Zeit.
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