04 August, 2006

EU: Ethisch unausgegoren

Heise meldet, dass der EU-Ministerrat sich darauf verständigt hat, die Forschung mit embryonalen Stammzellen finanziell zu fördern, wenn dabei Embryonen nicht zu Forschungszwecken getötet werden. Das Problem daran ist, dass embryonale Stammzellen nur durch die Zerstörung, oder menschlicher ausgedrückt, durch die Tötung des Embryos gewonnen werden können. Zu deutsch: mit den Mitteln der EU werden Embryos geötet werden.
Das Programm(FP7) mit einem Budget von 55,6 Millionen € umgeht die ethische Basisfrage, wann menschliches Leben beginnt. Man verspricht sich wohl einfach zu viele Vorteile, durch die medizinischen Anwendungen, die sich aus der Forschung ergeben werden. Da die Frage nach dem Beginnen der menschlichen Existenz unbeantwortet geblieben ist, sollte uns aber die Vorsicht dazu zwingen, den frühest denkbaren Zeitpunkt anzunehmen, den Zeitpunkt der Befruchtung der Eizelle. Zu dieser Maßnahme sollte man dadurch gezwungen sein, dass man die Warscheinlichkeit ausschließen wollen würde, vor sich selbst als möglicher Mörder zu stehn.
Ob Trial and Error die angemessene Art ist, am menschlichen Leben zu forschen ist fragwürdig. Überwältigt von den theoretischen Möglichkeiten wird der Startschuss geben, bevor die Läufer in Position sind.

Quellen: Heise, Sciencegarden

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