16 August, 2006

Kein Zimmer, aber mit Aussicht - From Paris with Poverty

Paris wird für mich immer die Stadt der Gegensätze, die Stadt der Kontraste bleiben.
Vor ein paar Jahren begegnete ich ihnen zum ersten Mal. Der Weg zum Louvre stellte sich damals als zu weit zum Laufen dar, so dass wir beschlossen die Metro zu nehmen. Der Geruch von Schmieröl der Maschienen hatte sich in den engen Zugangstunneln der Metro mit den Ausdünstungen tausender Menschen, die sich jeden Tag wieder durch die Röhren pressen, vermischt. Ein Bettler saß am Boden und setzte dem Geruchsgau die Krone auf. Der Schmale Gang machte einen Knick nach rechts und wir sahen uns zwei Glastüren gegenüber. Die Hand, die sie öffnete, gehörte zu einem Mann mit schwarzem Anzug und Knopf im Ohr. Neben ihm stand noch einer; Sicherheitspersonal des Louvre. Durch die Tür hindurch betraten wir den gigantischen, unterirdischen Geschäftsbereich. Die klangvollen Namen der Juweliere und Kleidergeschäfte sind mir leider nicht im Gedächtnis geblieben. Aber der Glitzer-Glamour-Welt hing etwas weiträumig sakrales an. Dieses beieinandersein von Reichtum und Armut, getrennt nur von einer Glastüre hinterlässt, einmal gesehen, einen bleibenden Eindruck.


La Tour Eiffel


Heute sass ich an der Seine, mir gegenüber der Eifelturm. Und während seine roten Kabinen hunderte Touristen hoch und wieder runter befördern, macht sich der Obdachlose unter der Brücke zu meiner linken gerade Mittagessen auf einem Gaskocher.


Kein Zimmer mit Aussicht


Ein paar Matratzen, ungefähre acht Zentimeter hoch scheinen das Nachtlager für drei Personen zu bilden. Die Brücke schützt den Schlafplatz in drei Richtungen, nach oben zum Land und zur Seine hin. Die Seiten sind mehr oder weniger offen. Mit grüngrauen Bauzstellenabsperrungen, ca. 1 Meter hoch versuchen sie sich gegen den Wind zu schützen.

Diamant

Ein paar Meter weiter liegen die teuren Luxusrestaurantboote vor Anker.

3 Comments:

Blogger G. said...

Das einem das auch in London oder New York begegnet ist klar. Besonders an Paris finde, dass diese Gegensätze so direkt aufeinander prallen. Obdachlose, oder wie man sie hier bezeichnet S.D.F.'s (sans doicile fixe) gibt es selbstverständlich überall. Zum Glück hab ich das schon früher lernen müssen, sonst hätt ich jetzt echt nen Grund. Naja... Big Time in the Big Apple to you!

19/8/06 00:37  
Anonymous Franzerl said...

J' voulais simplement te souhaiter un Happy B-Day. Puisque t'étais pas là. On reprendra les conversations en franc,ais dès que tu seras le retour?! Bises, F.

13/9/06 18:57  
Blogger G. said...

Bonsoir F.
merci pour les félicitations. Je retounera(?) aux dixneuvième septembre. On peur fair quelquechose le lendemain quand tu veux. Peut-être avec Luc ou/et Andi... Je t'apelle quand je suis retourné!
Bises, G.

(Gott ist das peinlich seine nicht-vorhandenen Französich Kenntnisse zu veröffentlichen)

13/9/06 21:31  

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