30 August, 2006

Hat hier noch Jemand eine rosa Brille auf?

Falls ja, und falls er sie nicht verlieren will, bitte jetzt aufhören zu lesen. Dass die Bundesrepublik Exportweltmeister ist, wissen wir. Dass wir Deutsche uns aber besonders schlau angestellt haben, um möglichst viel Gewinn aus dem Krisengebiet Israel/Palästinensa abzuschöpfen, ist weitgehend unbekannt. Laut Monitor haben wir es geschafft so ziemlich jede mögliche Kriegspartei in der Region, mit Hubschraubern, Panzerfahrzeugen, Scharfschützengewehren und mehr Kriegsgerät zu versorgen, manchmal über Umwege über Frankreich, da die dortige Rechtssprechung nicht so scharf ist wie bei uns.
Aus diesen Angaben und der Erstreaktion von Angela Merkel auf die Forderung, dass deutsche Blauhelme Grenzdienst zwischen Libanon und Israel versehen sollten, leitet der User TheCOP des Heise online Forums folgende Satire ab:

Neulich im Kanzleramt....

Merkel (Hat gerade [mit] Annan telefoniert): "Steinmeier, wir müssen uns im
Libanon engagieren! Wir werden Soldaten runter schicken um der Region
Frieden zu bringen!"

Steinmeier: "Das ist keine gute Idee Chefin..."

Merkel: "Warum denn nicht?"

Steinmeier: "Die haben zu viele Waffen da unten!"

Merkel: "Woher wissen sie das denn Steinmeier?"

Steinmeier: "Wir haben sie geliefert! Zum Beispiel haben wir dem Iran
die Baupläne für unser G3 überlassen und die liefern das jetzt an die
Hisbollah."

Merkel: "Dann geben wir unseren Soldaten doch Schutzwesten mit..."

Steinmeier: "Bringt nichts, wir haben ihnen gleich noch die passende
panzerbrechende Munition verkauft."

Merkel: *flucht kurz* "Und wenn wir sie in Panzer stecken?"

Steinmeier: "Auch keine gute Idee, die Panzer der Israelis sind zum
großen Teil auch deutsche Technik..."

Merkel: "Ja und? Die Israelis schießen doch nicht auf uns..."

Steinmeier: "Das vielleicht nicht, aber daraufhin wollten die
Libanesen Raketen mit denen sie diese Panzer knacken können."

Merkel: "Haben wir die denen etwa geliefert???"

Steinmeier: "Natürlich nicht! Das verbieten ja die deutschen
Gesetze..."

Merkel: *aufatmet*

Steinmeier: "...aber wir bauen die Raketen ja zusammen mit den
Franzosen und bei denen ist der Export nicht verboten!"

Merkel: *flucht noch einmal*

Steinmeier: "Chefin, es wird Zeit, die Pressekonferenz..."

Merkel: *geht ins Nebenzimmer und tritt vor die Presse*

"Die Kapazitäten der Bundeswehr für Auslandseinsätze ist weitgehend
erschöpft. Wir sind im Kongo, wir sind Haupttruppensteller auf dem
Balkan, und wir haben unser größtes Kontingent in Afghanistan.

Die Frage nach einem Bundeswehr-Einsatz in Nahost stelle sich derzeit
nicht. Als Deutsche sollten wir in dieser Region mit äußerster
Vorsicht herangehen."

27 August, 2006

Nuclear War Are Belong To US





Watch and Laugh!!

24 August, 2006

Is Bush an Idiot?

Zugegebenermaßen eine berechtigte Frage. Man ist versucht davon auszugehen, dass der Problem-Bush seine Kompetenz-Kompetenz überfordert. Aber schaut selbst:




Hier ein Link zu einer Version mit besserer Qualität

16 August, 2006

Kein Zimmer, aber mit Aussicht - From Paris with Poverty

Paris wird für mich immer die Stadt der Gegensätze, die Stadt der Kontraste bleiben.
Vor ein paar Jahren begegnete ich ihnen zum ersten Mal. Der Weg zum Louvre stellte sich damals als zu weit zum Laufen dar, so dass wir beschlossen die Metro zu nehmen. Der Geruch von Schmieröl der Maschienen hatte sich in den engen Zugangstunneln der Metro mit den Ausdünstungen tausender Menschen, die sich jeden Tag wieder durch die Röhren pressen, vermischt. Ein Bettler saß am Boden und setzte dem Geruchsgau die Krone auf. Der Schmale Gang machte einen Knick nach rechts und wir sahen uns zwei Glastüren gegenüber. Die Hand, die sie öffnete, gehörte zu einem Mann mit schwarzem Anzug und Knopf im Ohr. Neben ihm stand noch einer; Sicherheitspersonal des Louvre. Durch die Tür hindurch betraten wir den gigantischen, unterirdischen Geschäftsbereich. Die klangvollen Namen der Juweliere und Kleidergeschäfte sind mir leider nicht im Gedächtnis geblieben. Aber der Glitzer-Glamour-Welt hing etwas weiträumig sakrales an. Dieses beieinandersein von Reichtum und Armut, getrennt nur von einer Glastüre hinterlässt, einmal gesehen, einen bleibenden Eindruck.


La Tour Eiffel


Heute sass ich an der Seine, mir gegenüber der Eifelturm. Und während seine roten Kabinen hunderte Touristen hoch und wieder runter befördern, macht sich der Obdachlose unter der Brücke zu meiner linken gerade Mittagessen auf einem Gaskocher.


Kein Zimmer mit Aussicht


Ein paar Matratzen, ungefähre acht Zentimeter hoch scheinen das Nachtlager für drei Personen zu bilden. Die Brücke schützt den Schlafplatz in drei Richtungen, nach oben zum Land und zur Seine hin. Die Seiten sind mehr oder weniger offen. Mit grüngrauen Bauzstellenabsperrungen, ca. 1 Meter hoch versuchen sie sich gegen den Wind zu schützen.

Diamant

Ein paar Meter weiter liegen die teuren Luxusrestaurantboote vor Anker.

08 August, 2006

Über Florida scheint keine Sonne mehr

In Florida und vierzehn weiteren Staaten der U.S.A. sollte man in Zukunft am besten gar nicht mehr aus dem Haus gehen, vorrausgesetzt das eigene Leben ist einem lieb. Die Gesetze, die den Tatbestand der Selbstverteidigung erfüllen wurden nämlich ausgeweitet:
The Florida measure says any person "has the right to stand his or her ground and meet force with force, including deadly force if he or she reasonably believes it is necessary to do so to prevent death or great bodily harm." Washington Post
Das Stand-Your-Ground-Law oder auch Shoot-First-Law ist übrigens zurückzuführen auf Bestrebungen der National Rifle Association (NRA). NRA statements hierzu:

"If they make a decision to save their lives in the split second they are being attacked, the law is on their side,” [Wayne LaPierre, executive vice president of the N.R.A.] said. “Good people make good decisions. That’s why they’re good people.” Wonkette

Laut der New York Times ist dieses Gesetz auch auf Fahrzeuge anzuwenden. So kann momentan ein Taxifahrer aus Florida, der seinen Fahrgast erschossen hat, nachdem dieser sein Fahrzeug verlassen hatte, aber zurückkam, nicht angeklagt werden. Er beruft sich darauf, dass der Fahrgast ein Messer gehabt habe. Von diesem fehlt bisher aber jede Spur.

Weitere Opfer deren mutmaßliche Mörder nicht angeklagt werden können:

  • Michael Frazzini: Er wurde auf dem Gelände seiner Mutter erschossen, da er eine Maske trug und der Nachbar um das Leben seines Sohnes fürchtete. The News-Press
  • Der 72-jährige Kunde einer Prostituierten in Port Richey, der von ihr erschossen wurde. The New York Times
  • Und der überlebende Mr. Rosenbloom, der bei einem Streit um Müllsäcke angeschossen wurde. Ebenfalls The New York Times
Genaugenommen ermöglicht das Gesetz, Jeden zu erschiessen, von dem man sich bedroht fühlt. Die Washington Post zitiert ausserdem Kritiker, die davon ausgehen, dass das Gesetz dazu beiträgt Nachbarschaftsstreitereien, Auseinandersetzungen zwischen Eltern beim Fussballspiel der Kinder und Streitereien zwischen Saufkumpanem, zu bewaffneten Auseinandersetzungen eskalieren zu lassen. Man sollte also am besten Niemandem mehr begegnen. Ein perfektes Gesetz zur Isolation. Gespannt darf man das Verhalten von Floridas Gesellschaft erwarten. Die Reaktionen dürften soziologisch hochinterressant sein und zu paranoiden Denkweisen führen. Nach dem Motto: Der schaut mich schief an, ob der sich wohl durch mich bedroht fühlt? Jetzt fühl ich mich bedroht. High Noon in Miami. Der Überlebende dürfte sich denken: Lieber die Decke über dem Kopf, als die Kugel drin. Und auf nimmerwiedersehn in seiner Behausung verschwinden.
Da lob ich mir das Gewaltmonopol der BRD.

WTC Revisited

Gelangweilt? Zuviel Zeit? Keine Lust aufzustehen? Keine Lust? Auch nicht auf Backwaren mit zuckerhaltigem Fruchtaufstrich? Dann, aber auch nur dann empfehle ich den Genuss von "Loose Change 2". Abgesehen davon, dass man viel Zeit mitbringen sollte (1 Std. 20 Min.) ist der Film ausgesprochen kurzweilig. Er rollt die Zerstörung des World Trade Centers nochmal neu auf, und beleuchtet sie von anderer Seite. Viel Spass!

04 August, 2006

EU: Ethisch unausgegoren

Heise meldet, dass der EU-Ministerrat sich darauf verständigt hat, die Forschung mit embryonalen Stammzellen finanziell zu fördern, wenn dabei Embryonen nicht zu Forschungszwecken getötet werden. Das Problem daran ist, dass embryonale Stammzellen nur durch die Zerstörung, oder menschlicher ausgedrückt, durch die Tötung des Embryos gewonnen werden können. Zu deutsch: mit den Mitteln der EU werden Embryos geötet werden.
Das Programm(FP7) mit einem Budget von 55,6 Millionen € umgeht die ethische Basisfrage, wann menschliches Leben beginnt. Man verspricht sich wohl einfach zu viele Vorteile, durch die medizinischen Anwendungen, die sich aus der Forschung ergeben werden. Da die Frage nach dem Beginnen der menschlichen Existenz unbeantwortet geblieben ist, sollte uns aber die Vorsicht dazu zwingen, den frühest denkbaren Zeitpunkt anzunehmen, den Zeitpunkt der Befruchtung der Eizelle. Zu dieser Maßnahme sollte man dadurch gezwungen sein, dass man die Warscheinlichkeit ausschließen wollen würde, vor sich selbst als möglicher Mörder zu stehn.
Ob Trial and Error die angemessene Art ist, am menschlichen Leben zu forschen ist fragwürdig. Überwältigt von den theoretischen Möglichkeiten wird der Startschuss geben, bevor die Läufer in Position sind.

Quellen: Heise, Sciencegarden
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