28 September, 2006

Marge ist tot - deutsche Simpsons in Trauer

Die Synchronsprecherin Elisabeth Volkmann verstarb bereits im Juni. Pro Sieben ist jetzt zu einer Zwangspause gezwungen, da der Synchronregisseur und Dialogbuchautor Ivar Combrink ebenfalls starb. Er lieh Zapp Brannigan von Futurama seine Stimme. Der Sender sucht jetzt nach Ersatz.


Quellen:

- Sat und Kabel
- Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren e.V.

27 September, 2006

Was im Landgericht Stuttgart so vor sich geht:

Der Fall durchgestrichenes Hakenkreuz: Im Stuttgart Blog.

20 September, 2006

(OLD) ASCOT

So viel zu meinem guten Vorsatz selten Werbung zu machen...



Nach 36 Jahren wird der gemütliche Pub namens Old Ascot in der Königsstrasse jetzt verlegt. Das Ziel: Das ehemalige Café Könix in der Esslingerstrasse 22. Noch ist der Umbau nicht komplett, aber die nostalgischen Strukturen schaffen bereits jetzt ein gemütliches Ambiente.



Dabei bleiben Teile des alten Café Könix erhalten. So zum Beispiel das Buffet im Gastraum:



Andere Element, wie der Tresen erfreuen sich hingegen einer Erneuerung. Ladies and Gentleman: Die neue Zapfanlage:



Zur kleinen Eröffnung diesen Donnerstag, den 21. September 2006 wird den Gästen ein Sonderangebot geboten:

Für die Damen: Tequilla Sunrise – 4 Euro

Für die Herren: Kilkenny 0,4l – 2 Euro

16 September, 2006

Yes He Is!

Deswegen:


George Bush: 0
Bill Clinton: 82
John F. Kennedy: 82
Abraham Lincoln: 95
Thomas Jefferson: 99



Das soll der Offenheitsquotient gegenüber Erfahrung sein. Mehr? This Way!

P.S.: Nicht zu ernst nehmen! Trotz der erfreulichen Ergebnisse sind und bleiben I.Q. Berechnungen natürlich Theorie...

13 September, 2006

Leuchtklamotten

Normalerweise mache ich ja keine Werbung, aber als begeisterter Lichtkunstkonsument in Karlsruhe und Paris kann ich einmal eine Ausnahme machen. Philips hat ein System entwickelt, dass es erlaubt dynamische Inhalte auf Kleidung darzustellen. In Farbe und bunt und leuchtend! Die 1. Generation von solcher Kleidung flackert noch etwas, aber das lässt was für die Zukunft hoffen. Das gibt neue Flächen für die Kreativität. Das Ganze sieht dann in etwa so aus:



Die Technologie dahinter nennt sich Lumalive. Es gibt hier auch noch ein Video dazu.

Lustige Sache! Bleibt nur zu hoffen, dass das Risiko vom Blitz getroffen zu werden sich nicht erhöht, wenn man das Zeug trägt.

08 September, 2006

Zum Glück besucht der Papst München - und nicht Stuttgart

Aber die Münchner wissen sich zum Glück auch zu wehren. Zumindest der Aktionskünstler Wolfgang Kastner (Photo: B.F.G. München). Um darauf aufmerksam zu machen, dass das Reichskonkordat von 1933 immer noch Gültigkeit hat, zog er als Papst verkleidet durch die Münchner Innenstadt. Die Nähe zur NS symbolisierte er durch einen Schauspieler, der als Hitler verkleidet war. Dass die Münchner Polizei sich dazu so verhielt, als stehe sie unter dem Befehl des Mannes mit dem Bärtchen fällt dann allerdings unter die Kategorie: Nicht Lustig. Laut der Zeitung Junge Welt wurde ein Flugblattverteiler zu Boden geworfen und in Handschellen abgeführt. Zudem wurde versucht die Aktion als unangemeldete Versammlung einzustufen, um sie auflösen zu können. Interessanterweise ist eine Versammlung erst dann eine solche, wenn drei Personen an ihr Teilnehmen. Zu den Papstschutzverrücktheiten schreibt unter anderem der Blogger SoWhy. Die Süddeutsche Zeitung berichtet unterdessen von einem "Kniff", der es den Beamten ermöglichen soll möglichst früh bei möglichen Beleidigungen des Papstes einschreiten zu können. Hierzu wird der Papst als Staatsoberhaupt des Vatikanstaats eingestuft. Staatsoberhäupter genießen einen größeren Schutz als Normalbürger und auch als ein Kirchenoberhaupt. Jetzt ist sein Staat aber eigentlich gar kein richtiger Staat, und er kommt nicht in seiner Funktion als Staatsoberhaupt nach München. Mit anderen Worten: Bayerns Polizei erlaubt sich einen Schlenker, um dem eigenen (?) Glauben treuer sein zu können. Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer kündigte ein rigoroses Vorgehen gegen Beleidigungen des Papstes an. Mit welcher Begründung eigentlich? Auf jeden Fall führt die harte Haltung der Polizei zu Stilblüten wie beim Christopher Streetday. Dort ließ sie eine mit Kondomen geschmückte Papstpuppe von einem Wagen entfernen. Man sieht, von einer aufgeklärten und säkularisierten Gesellschaft ist man in München noch weit entfernt. Zumindest wenn der Papst kommt.
Doch es gibt noch mehr Münchner, die sich wehren. So hat die Rosa Liste München zu einer Demo am Vortag aufgerufen, und auch die sozialistische deutsche Arbeiterjugend hat eine Protestaktion angekündigt. Der Münchner Merkur berichtet unterdessen, dass auch von Seiten der SPD Kritik an dem Kirchenoberhaupt geübt wird. Die antischwulen und antilesbischen Äusserungen des Papstes seien zutiefst "menschenverachtend", so Adelheid Rupp (MdL Bayern). Ausserdem vertrete die Kirche eine "mittelalterliche" Sexualmoral (Pressemitteilung).

So viel staatlich-kirchliches Mischmasch braucht Gegenpole. Hiermit erkläre ich diesen Blog zur Religionsfreien Zone:





Wer stattdessen lieber was sinnvolles macht, kann hier eine Petition zur Gleichstellung von Schwulen und Lesben unterschreiben. Allerdings nur noch heute.

Update: Auch Claudia Roth kritisiert den Papst (Spiegel Online)

Linkliste:
- Ein falscher Nuntius in der Fußgängerzone (SZ)
- Benedikt XVI - Ein beleidigtes Staatsoberhaupt (SZ)
- Papstschutzverücktheiten (SoWhy)
- Eine Stadt macht Papa-Mobil (TP)
- Papst und Hitler abgeführt (JW)
- Papstbesuch: In den Jubel mischt sich Kritik (Merkur)
- Erinnerung an die Papst-Demo (Rosa Liste)
- Petition (nur noch Heute)
- Pressemitteilung von Adelheid Rupp

07 September, 2006

Premium

Nach einem harten Kampf ist das Ziel endlich erreicht. Für diese Seite gibt es jetzt einen Premium Zugang ohne nervige Blogger Navbar am oberen Bildrand. Type: www.gratianriter.de!

06 September, 2006

Die Objektivität der Medien

Al Jazeera and Fox

Sarkastischere Karrikaturen gefällig? Hier im Flickr-Set.

02 September, 2006

Paranoia und Überwachungsstaat - 1984 Reloaded?

Die Rufe nach mehr Sicherheit in Deutschland, um die Freiheit zu gewährleisten, sind nicht zu überhören. Dass man keine Freiheit schaffen kann, indem man sie abschafft, geht dabei unter.

Momentan werden die genauen Details der Antiterrordatei ausgearbeitet. Sie soll einen schnellen Austausch zwischen Polizei, Verfassungsschutz und BND ermöglichen. Die Unstimmigkeit der Minister bezieht sich laut Tagesschau
sowohl auf den Inhalt der Datei, als auch darüber wer berechtigt ist, auf sie zuzugreifen. Niedersachsens Innenminister Schünemann (CDU) fordert an der Seite seines Hessener Kollegens Volker Bouffier (CDU Mitglied und Preisträger des Bigbrotherawards in der Kategorie Politik) eine scharfe Überwachung und eine umfangreiche Datensammlung. Doch das sind nicht die einzigen Forderungen die Schünemann stellt. Mit seinen Forderungen nach Ausweitung der Videoüberwachung und nach der elektronischen Fußfessel für gefährliche Ausländer, die nicht abgeschoben werden können, macht Schünemann sich zum Hardliner. Hiermit stelle ich die Frage, wer denn ein "gefährlicher Ausländer", der nicht abgeschoben werden kann, ist.
Derjenige der ihm entgegensteht ist Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz. Seiner Meinung nach, beweisen die raschen Fahndungserfolge gegen die sogenannten Kofferbomber, dass die Polizei ausreichend mit Werkzeugen zur Überwachung ausgerüstet ist. (Quelle: Heise) Auch mit der Forderung des NRW-Landtages, dass der Verfassungsschutz auf E-mails, die auf privaten Rechnern gespeichert sind, zugreifen dürfte, dürfte Schaar ein Problem haben. Der Vorschlag stammt von Innenminister Wolf(FDP). Man kann diesen Vorschlag aber auch wie Monika Düker (Grüne) als Hausfriedensbruch sehen (Telepolis). Eine Verletzung des Postgeheimnis läge dann vor, wenn die Botschaft abgefangen würde, bevor sie den Empfänger erreicht. Gespeicherte Botschaften (Daten) unterliegen dem Recht auf informationelle Selbstbestimmtheit und sind von Artikel 13 GG geschützt, der die Unverletzlichkeit der Wohnung gewährleistet.
Schünemann fordert ausserdem die Möglichkeit zur vorbeugenden Telefonüberwachung bei Terrorverdacht (Spiegel online).
Diese Präventivmaßnahmen, sollten sie denn umgesetzt werden, verlieren allesamt die Verhältnismäßigkeit aus den Augen. Ist die grundsätzliche Freiheit Aller wichtiger, als die Kontrolle von einigen Wenigen?
Besonders herrausstehend ist die Fußfesselmaßnahme. Man muss sich überlegen, dass die Grundrechte einer Person eingeschränkt werden, die potenziell etwas machen könnte, es aber noch nicht gemacht hat. Die schwammige Formulierung kann frei ausgelegt werden, schließlich ist jeder Mensch potenziell gefährlich. Der Sinn einer Fussfessel für potenzielle Selbstmordattentäter sei dahin gestellt.

Der Große Bruder sieht bereits viel. Die Frage die sich stellt ist, ob er alles sehen dürfen soll. Die Prozesse die seit dem 11.September 2001 im deutschen Recht vor sich gehen, schaffen mehr und mehr einen autoritären Staat, und wenn es nach den Vorstellungen von Schünemann und Co ginge, dann auch einen Überwachungsstaat. Noch haben wir zwar kein Heimatschutz Ministerium, aber die Deutsche Politik neigt dazu Anti-Terror-Maßnahmen aus den USA zu importieren. Stellt sich nur noch die Frage wann in Deutschland Moslems, die sich ein Handy kaufen wollen eine Woche lang ihrer Freiheit beraubt werden (T-online News<-unbedingt lesen). Diesem Artikel nach kämpfen Moslems in den USA nach 9/11 mit Diskriminierung. Imam Sayed Hassan Al-Qazwini vom Islamischen Zentrum Amerikas will sogar einen Polizeistaat im Aufbau, zumindestens für Moslems sehen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Generalverdacht gegen die Moslems in den USA gerichtet. Sollen wir das Gleiche mit allen Ausländern, und durch die Videoüberwachung und die E-mailleserei des Verfassungsschutzes letztlich sogar mit uns selbst machen? Der Imam präsentiert ein schönes Sprichwort: "Die, die die Freiheit für Sicherheit opfern, verdienen keins von beiden." Passend zum Thema sucht die britische Bürgerrechtsorganisation Privacy International die dümmste Sicherheitsmassnahme und verleiht den Stupid Security Award: Link

Update 1: In den USA beginnen die Gesetze, speziell der Patriot Act, sich gegen die eigenen Kids zu richten (Telepolis).

Update 2: Paranoia führt auch heute schon zu Einschränkungen von Grundrechten. (Spiegel online)

Update 3: Eine Erleuchtung: 1984.exe - Gesellschaftliche, politische und juristische Aspekte moderner Überwachungstechnologien (Science Studies)
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